Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist großartig!

  • 27. Januar 2017
Steffen ist 33 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Baden-Württemberg und wohnt seit zweieinhalb Jahren in Köln Höhenberg. Damals zog er ohne berufliche Aussichten in die schönste Stadt am Rhein. Was ihn an Köln schon damals so fasziniert hat, erzählt er uns im Interview…

Was fasziniert dich an Köln?
Hauptsächlich die Offenheit der Leute. Außerdem finde ich es angenehm, dass Köln für eine Großstadt recht übersichtlich ist. Köln ist halt doch irgendwie ein Dorf – aber ein schönes Dorf.

Welches Viertel gefällt dir persönlich besonders gut in Köln? 
Ich mag Höhenberg tatsächlich ganz gerne. Selbst die Kalker Hauptstraße finde ich cool, auch wenn die Gegend vor ein paar Jahren noch ganz verrufen gewesen sein soll. Ich mag diesen Multikulturalismus, den es in Höhenberg gibt. Hier sind viele kleine Händler, die alles auf Lager haben, was man so braucht. Das macht es sehr angenehm, vertraut und manchmal sogar ein bisschen familiär. Außerdem hat fast jede Ecke ein Büdchen. Das ist super!

Was macht die Kölner für dich besonders?
Die Kölner sind eher offen und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Kölner sind gemütliche Leute, die im richtigen Moment aber auch gut feiern können. Es herrscht ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, und das, obwohl es so viele „eigenständige“ Veedel gibt.

Wenn du an Köln denkst, was fällt dir als erstes ein?
Der Dom! Den finde ich persönlich auch sehr schön.

Gibt es für dich einen persönlichen Lieblingsort in der Stadt?
Ich mag die Rheintreppen an der Deutzer Freiheit. Dort zu sitzen, ein Kölsch zu trinken und auf die Skyline von Köln zu schauen, ist ein tolles Gefühl.

Welches Gefühl verbindest du mit Köln?
Eine gewisse Gemütlichkeit. Es ist in Köln einfach nicht so stressig und gehetzt wie in anderen Großstädten. Wenn du willst, kannst du entweder deine Ruhe haben oder dich einfach ins intensive Nachtleben stürzen. Das ist eine tolle Kombination. Die Gemütlichkeit der Stadt wird besonders im Sommer deutlich, wenn man sich die Rheintreppen anschaut. Dann sitzen dort 300 Leute, die ihr Kölsch trinken und sich gemütlich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Hast du denn in Köln etwas typisch Kölsches erlebt?
Tatsächlich. Als ich gerade hergezogen bin, war ich alleine im Bauturm-Theater. Nach der Vorstellung habe ich mich vorne ins Café gesetzt und eine ältere Dame kam auf mich zu. Sie meinte, dass sie mich auch im Theater gesehen hätte und fragte, wie ich es denn fand. Da sie noch auf die Bahn warten musste, hat sie sich zu mir gesetzt und ein Kölsch bestellt. Aus einem Kölsch wurden dann schnell fünf und wir haben uns anderthalb Stunden köstlich unterhalten. Ich fand das sehr lässig von ihr. Für mich war das sehr bezeichnend für Köln.