Rheinländer sind die besseren Menschen

  • 9. Februar 2017
Kim ist 25 Jahre alt und arbeitet als pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke im Herzen von Kalk. In Kalk wohnt sie schon seit ihrer Geburt. Im Interview erzählt sie uns, was auch alteingesessenen Kölnern manchmal doch etwas komisch vorkommt...

Kim, was würdest du als Deine besonderste Eigenschaft bezeichnen?
Ich bin sehr offen.

Warum magst du Köln?
Weil es eine herzliche und offene Stadt ist. Hier ist immer etwas los und viel Trubel. Die Leute sind super offen, lustig und herzlich. Das ist nicht in jeder Stadt so und genau das gefällt mir super gut in Köln!

Und was gefällt dir an Kalk?
Um ehrlich zu sein, mag ich Kalk gar nicht so gerne und das, obwohl ich hier schon immer wohne. Also klar, Kalk hat auch seine guten Seiten. Es ist ziemlich zentral, es gibt eine gute Bahnverbindung und wirklich viele Shoppingmöglichkeiten. Und natürlich ist es absolut multikulturell!

Was macht Köln für dich im Vergleich zu anderen Großstädten so besonders?
Man sagt ja, die Rheinländer seien die besseren Menschen (lacht). Alle sind hier so super offen. Dadurch ist es in Köln viel einfacher jemanden anzusprechen und mit Leuten in Kontakt zu kommen. Köln ist viel lockerer als andere Städte und die Leute sind freundlicher und offener.

Welcher Ort macht Köln für dich aus?
Die Altstadt! Es ist immer viel los und auch echt schön da. Die alten Häuser und einfach die ganze Atmosphäre dort gefallen mir extrem gut.. Ich bin super gern in der Altstadt.

Was war bisher dein skurrilstes Erlebnis hier in Köln?
Nach Feierabend war ich mal mit meiner Kollegin auf dem Weg nach Hause. Es war schon relativ dunkel und da ging auf der Straße ein Mann hinter uns her. Er war bestimmt nicht mehr nüchtern, hatte auch eine Bierflasche in der Hand und fing plötzlich an rumzuschreien, dass er rechts sei und Ausländer hasst. Und obwohl wir beide in Köln geboren wurden, haben wir einen Migrationshintergrund und den sieht man uns auch an. Das war schon ein mulmiges Gefühl für uns und eigentlich auch ganz schön mutig von dem Typen, ausgerechnet in Kalk sowas zu schreien. Aber wir sind dann einfach einen Schritt schneller gegangen. Man kann ja dann auch nicht einschätzen was der macht, ob er nur schreit oder seine Flasche nach uns wirft oder so. Zum Glück waren wir wenigstens zu zweit.

Wenn Du an Köln denkst, was fällt dir da als erstes ein?
Heimat, denn Köln ist mein Zuhause. Ich bin hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen, habe hier meine Freunde und meine Familie. Und der Dom natürlich auch!

Welches Gefühl verbindest du mit Köln?
Ein gutes Gefühl. Freude – ganz einfach.