In Köln will ich alt werden

  • 8. März 2017
Andreas studiert Intermedia an der Universität zu Köln. Wir haben uns mit dem Wahl-Ehrenfelder zusammengesetzt und er hat uns erzählt, weshalb er die Mentalität der Kölner so mag und warum er eine Freundin hat, dessen Namen er nicht kennt....

Andreas, in welchem Viertel wohnst du?
Ich wohne mitten drin, in Ehrenfeld.

Warum genau lebst du in diesem Viertel?
Die Mieten sind günstig. Zumindest waren sie das mal als ich dort hingezogen bin. Und jetzt ist es so, dass ich von dort aus überall hin komme. Ich bin schnell auf der Autobahn um nach Düsseldorf oder in meine Heimat, die Eifel, zu fahren. Ich bin innerhalb von zehn Minuten in der Innenstadt, in zwanzig Fahrradminuten an der Uni und außerdem wohnt mein bester Freund in Ehrenfeld!

Was ist dein schönstes oder vielleicht auch skurrilstes Ereignis in Köln gewesen?
Skurril sind auch jeden Fall viele Karnevalserlebnisse. Es ist ja nun wirklich so, dass die kölsche Frohnatur dafür sorgt, dass man Spaß an solchen Aktivitäten hat. Richtig schön sind die Sommer in Köln! Entspannen am Rhein und auf dem Grüngürtel, grillen am Aachener Weiher und den Stadtgarten darf man auch nicht vergessen. Im Sommer bin ich immer draußen unterwegs, wobei auch der Winter in Köln toll ist.

Was macht Köln für dich im Vergleich zu anderen Städten so besonders?
Ganz klar die Mentalität! Ich habe zwei Häuser neben mir eine Frau wohnen, deren Namen ich gar nicht kenne und sie ist geschätzt neunzig Jahre alt. Die Frau lebt im Erdgeschoss und hat einen ganz kleinen Hund am Fenster sitzen, mit dem sie gemeinsam immer die Straße beobachtet. Ich kenne sie seitdem ich dort eingezogen bin und wir pflegen ein gutes freundschaftliches Verhältnis. Sie bekommt regelmäßig von mir irgendetwas auf die Fensterbank gestellt, wie z.B. Süßigkeiten, selbstgemachte Marmelade oder eine Weihnachtskarte. Da freut sie sich immer sehr drüber. Das verrückte ist, dass sie meinen Namen kennt, aber ich ihren nicht. Trotzdem haben wir uns total gern und wissen einander zu schätzen. Ich glaube, das ist einfach so eine Mentalitätssache, die man eher nur von Kölnern kennt.

Was fällt dir sofort ein wenn du an Köln denkst?
Jeder Jeck ist anders und et kütt wie et kütt! Wenn ich an Köln denke, dann denke ich an die verschiedenen Menschen, die hier unterwegs sind und an die überwiegend entgegengebrachte Toleranz. Wenn ich unterwegs bin, dann sind die Leute offen und herzlich und sie quatschen einfach mit einem. In anderen Städten wäre das eher unwahrscheinlich.

Welches Gefühl verbindest du mit Köln?
Ganz klar: Zuhause. Ich fühle mich in Köln angekommen. Ich weiß, ich werde meinen Master wohl auch in einer anderen Stadt machen, aber in Köln will ich alt werden.