Das Feeling dieser Stadt ist einfach einzigartig.

  • 26. Januar 2017
Heribert ist 63 Jahre alt und war vor seiner Rente als Buchhalter tätig. Er lebt schon sein ganzes Leben lang in Köln und ist Deutz seit seinem fünften Lebensjahr treu geblieben.

Warum mögen Sie Köln?
Die Stadt und ihre Menschen sind sehr offen. Hier kann jeder machen, was er will und das stört auch niemanden. Ich glaube, dass diese Offenheit daher rührt, dass es eine so alte Stadt ist. Köln hat eine Menge miterlebt und sich über die vielen Jahre und Jahrhunderte an alles gewöhnt. Erst die Römer, dann die Hunnen und dann die Franzosen. Diese Stadt ist einfach voller Geschichte und verschiedener Einflüsse. In Köln kommen alle miteinander zurecht, ganz egal woher man kommt. Alle sind gerne hier, fühlen sich wohl und tun alles dafür, dass es auch anderen Leuten und Zugezogenen so geht. Das einzige, was mich wirklich ärgert, ist, dass die Stadt so wenig für Menschen mit Behinderungen tut. Das fällt mir besonders jetzt auf, da ich auf meinen Rollator angewiesen bin.

Was macht denn die Schäl Sick im Allgemeinen und Deutz im Speziellen aus?
Also Deutz ist schon sehr zentral, sodass man schnell in der Stadt ist. Früher sind wir immer zu Fuß über die Brücke gelaufen, wenn die Bahnen nachts nicht mehr fuhren und wir noch in der Altstadt unterwegs waren. Aber genauso schnell, wie man in der Stadt ist, ist man auch draußen am Stadtrand, im Grünen. Das gefällt mir wirklich gut! Außerdem gibt es in Deutz viele Freizeitmöglichkeiten und Sportvereine. Man hat den Rheinpark direkt um die Ecke, was allein schon super ist.

Was macht Köln für Sie besonders im Vergleich zu anderen Großstädten?
Das Feeling dieser Stadt ist einfach einzigartig. Das findet man in der Form in keiner anderen Stadt in Deutschland. Und damit verbunden natürlich die Offenheit und Einstellung der Menschen. Egal, was man macht und wo man hingeht, man findet hier überall Kontakt. Auch wenn man allein in die Kneipe geht und sich an die Theke stellt, man bleibt nicht lange alleine.

Welcher Ort macht Köln für Sie aus?
Der Königsforst. Da kann man schön spazieren gehen und hat in dieser lauten Stadt endlich mal seine Ruhe. Aber auch den Dom und die Kirchen hier in Deutz mag ich besonders. Da gehe ich auch gerne mal rein, um kurz dem ganzen Trubel der Großstadt zu entfliehen. Danach ist man wieder bereit für das Großstadtfieber. Es ist doch gut, dass hier so viel los ist. Das gehört einfach dazu.

Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis hier in Köln?
Da gibt es so einige überraschende Erlebnisse, die ich mit Köln verbinde. Das speziellste war sicherlich, als Moby Dick 1966 in Köln war. Diesen weißen Wal im Rhein zu sehen, das war schon sehr beeindruckend. Obwohl ich damals noch ein kleiner Junge war, bekomme ich noch heute Gänsehaut, wenn ich daran denke.
Oder der Tag, an dem der Kölner Zoo einen weißen Puma bekommen hat. Da habe ich extra mit meinem Kumpel zusammen die Schule geschwänzt, weil wir das unbedingt miterleben wollten. Wir waren so gespannt und aufgeregt! Unser Lehrer wollte uns am nächsten Tag dafür bestrafen, dass wir nicht in der Schule waren. Als ich ihm dann aber sagte, dass wir wegen des Pumas im Zoo waren, hat er uns als entschuldigt eingetragen (lacht). An diese tollen und überraschenden Erlebnisse erinnere ich mich immer wieder gerne.

Haben Sie auch eine nicht ganz so schöne Erinnerung?
Ja! Als ich mit meinem Vater zum ersten Mal mit der Rheinseilbahn gefahren bin. Ich hatte echt Angst, habe gezittert und mir war total schlecht. Aber irgendwie war das schon klasse, so über ganz Köln gucken zu können.

Wenn Sie an Köln denken, was fällt Ihnen da als erstes ein?
Der Dom. Das wird auch jeder Kölner sagen. Das ist einfach so. Der Dom fällt auf und ist immer das erste woran man denken muss. Immer wenn man zurück nach Köln kommt, sieht man den Dom schließlich zuerst.

Welche Gefühle verbinden Sie mit Köln?
Gemütlichkeit, Offenheit und auch Zuhause sein.