Der Brüssler Platz ist der Schmelztiegel Kölns!

  • 14. Januar 2017
Benjamin kommt eigentlich aus Frankfurt und ist wegen der Liebe zu seiner damaligen Feundin nach Köln gezogen. Nachdem aus der Freundin dann eine Exfreundin wurde, hat er hier eine etwas andere Liebe entdeckt – die Liebe zu Köln…

Hey Benjamin, in welchem Veedel wohnst du denn?
Ich wohne in Sülz. Als ich hergezogen bin habe ich extra nach einer innenstadtnahen Wohnung geschaut und eine WG in Sülz gefunden. Nach einem wahnsinnig langen „Bewerbungsgespräch“ fanden wir dann beide „ja geil, das passt“ und wohnen nun auch schon seit 2,5 Jahren zusammen.

Was gefällt dir denn besonders an Sülz?
Auf der einen Seite die Nähe zur Innenstadt, aber auf der anderen Seite auch die Ruhe zum Schlafen.

Hast du einen Lieblingsort in Köln?
Ja, der Brüssler Platz auf jeden Fall! Wenn Köln der Schmelztiegel von Deutschland ist, dann ist der Brüssler Platz einfach der Schmelztiegel Kölns. Hier kommt einfach alles zusammen. Noch spezieller gesagt: Die Tischtennisplatte ist der ultimative Punkt vom Brüsslerplatz, weil sich da wirklich alles trifft. Da spielen wir Tischtennis mit ehemaligen Bankräubern und ehemaligen Kriminellen, aber auch genauso mit Rechtsanwälten und Schauspielern. Das ist einfach so bunt gemischt und der Punkt ist, dass hier einfach keine Neidkultur herrscht. Das heißt, dass jeder jeden so akzeptiert wie er ist. Die Unterhaltungen beginnen nicht mit „Und was machst du so?“, sondern mit etwas ganz anderem, bei dem man sofort auf einer Wellenlänge ist und was auch echt Spaß macht.

Was hast du denn alles an der Tischtennisplatte erlebt?
Ich habe meine besten Freunde in Köln an der Tischtennisplatte kennengelernt. Ich habe auch mal Leute von der Tischtennisplatte auf meinen Geburtstag eingeladen, wo meine Mitbewohnerin am nächsten Tag sagte „Wenn du nicht gesagt hättest, du würdest die kennen, dann hätte ich echt Angst gehabt.“ Die Menschen hier sind einfach soooooo unterschiedlich und trotzdem einfach mega korrekt.

Beschreib Köln doch mal mit einem Gefühl!
Heimat! Es ist wirklich Heimat. Da wo ich mich wohl fühle, wo ich leben will und mit jedem Stück mich jedes Mal neu freue, hier zu wohnen. Kölschen Karneval erleben und als sogenannter Immi hier komplett aufgenommen zu werden.

Wie fühlt man sich denn als Immi hier so?
Ich würde sagen fast wie ein Einheimischer. Das ist kein Unterschied ob du hier zugezogen bist, ob du hier geboren wurdest oder ob du hierherziehen musstest. Im Endeffekt ist es so: Wenn du dich hier wohlfühlst, wirst du von allen mit offenen Armen aufgenommen.

Welches Erlebnis verbindest du mit Köln?
Hm. Das ist mehr so ein Dauererlebnis. Ich rauche (noch) und das fällt mir jedes Mal in Frankfurt auf. Wenn ich dort rauchen gehe, stehe ich draußen kurz, rauche auf und gehe wieder rein. Wenn ich in Köln rausgehe, dann lerne ich sofort neue Leute kennen. Das ist mir jetzt schon zwei, drei Mal passiert, dass ich mit anderen Leuten dann wieder reingehe und mit denen drinnen weiter Party mache. Und dann sind die mit denen ich hierhin gekommen bin, auch gar nicht eifersüchtig oder sauer. Das gehört halt einfach dazu und ist mega genial.