Die Leute haben Interesse an Kommunikation

  • 25. Februar 2017
Eva lebt nun seit 16 Jahren in Köln und nennt nur ein Veedel, das Severinsviertel, Heimat und Zuhause. Die 22-Jährige, die neben ihrer Tätigkeit als Sozialarbeiterin auch noch erneuerbare Energien und Maschinenbau studiert, hat in München selbst erlebt, wie viel die kölsche Offenheit doch wert ist…

Warum mögen Sie Köln?
Wegen der Offenheit der Menschen und ihrer Unvoreingenommenheit, das habe ich so zuvor noch nicht erlebt.

Was ist es, dass Sie an Deutz reizt?
Eigentlich ist das hier ja nicht die „richtige“ Seite. Aber dass man hier in Deutz die Einflüsse anderer Kulturen auf das Essen sehr merkt, das finde ich sehr nett.

Was macht Köln für Sie besonders im Vergleich zu anderen Großstädten?
Das ist dann wohl wieder die Offenheit der Menschen. Ich würde gerne etwas anderes nennen, aber das ist nun mal das einzigartige an dieser Stadt!

Welcher Ort macht Köln für Sie aus?
Alles rund um den Rheinauhafen! Das ist mein Veedel, einfach die ganze Südstadt! Du hast dort eine wundervolle Kneipen- und Barkultur und den Rhein für Spaziergänge im Sommer. Was wäre Köln nur ohne den Rhein?! Die beiden Dinge gehören zusammen.

Was war bisher Ihr außergewöhnlichstes Erlebnis hier in Köln?
Also das ist jetzt eher ein Vergleich, den ich erlebt habe.
Ich bin zurzeit halb in Köln und halb in München. Als ich dann vor kurzem Mal wieder morgens in München beim Bäcker stand und völlig vergessen hatte, dass ich in München bin, habe ich einfach mit dem älteren Mann neben mir angefangen zu plaudern. Der Herr hat mir einen Todesblick zugeworfen. Sowas wäre mir in Köln niemals passiert und für mich ist das eigentlich das schönste, immer wiederkehrende Erlebnis hier in Köln. Einfach mit fremden Leuten, sei es beim Bäcker, an Karneval oder auf der Straße, ganz normal quatschen zu können. Auch zu spüren, dass die Leute auch wirklich Interesse daran haben, mit einem zu kommunizieren, ist bezeichnend.

Welches Gefühl verbinden Sie mit Köln?
Das Gefühl von Zusammenhalt! Die Kölner an sich halten prinzipiell erstmal zusammen, auch wenn sie gar nicht wissen, wofür überhaupt. Und ob das wirklich so ist, weiß ich auch nicht, aber es sagen alle.