Eine heiße Rettungsaktion im Rhein

  • 11. März 2017

Ich bin Janine und 23 Jahre alt, im Sommer gehe ich am liebsten mit meinen Freunden in den Rheinpark in Köln. An einem schönen, warmen Tag im vergangenen Jahr haben meine beste Freundin und ich alle unsere Bekannten zusammengetrommelt und uns am Rheinufer im Park zum Grillen getroffen. Da es ein sehr warmer Sommer war, suchten wir die Nähe zum Wasser. Meine beste Freundin hat einen kleinen Chihuahua als Hund, der natürlich auch mit von der Partie war.
Da der Kleine recht frech ist, aber dazu absolut wasserscheu, dachten wir uns, es sei eine gute Idee, den Grill ein Stück ins Wasser zu stellen, sodass man selbst nur bis zu den Knöcheln im Wasser steht, sich der Hund gleichzeitig aber nicht „so weit“ ins Wasser traut. Dadurch mussten wir uns keine Gedanken um unsere Würstchen und unser Fleisch machen. Da der Bierkasten natürlich daneben im Wasser stand, damit das Bier kalt blieb, gab es immer jemanden, der Bier geholt und einen kurzen Blick auf den Grill geworfen hat. Soweit so gut, es war eine chillige Stimmung, wir hatten Musik dabei, genug zu Essen und jeder hatte seinen Spaß.
Irgendwann fuhr ein Schiff den Rhein runter. Keiner beachtete was dadurch ausgelöst wurde…

Das Schiff machte solche Wellen, das sich der Grill von seinem festen Stand löste und nun seine eigene Tour auf dem Rhein antrat. Als der nächste sich ein Bier holen wollte wurde uns bewusst, dass der Grill schon einige Meter ins tiefere Wasser abgedriftet war. Spontan rannte er dem Grill hinterher um ihn aufzuhalten, dabei das Bier eisern in der Hand und es nach und nach immer höher haltend. Nach einer Weile ragten nur noch der Kopf, die Schultern und der Arm mit dem Bier, wie eine Fackel in die Höhe gestreckt, aus dem Wasser. Er packte den Grill und kam siegreich zu uns zurück. Gott sei Dank war der Grill nicht tiefer ins Wasser abgedriftet. Er stellte ihn an Land und entdeckte ein einsames Würstchen, das den Trip überlebt hatte. Er nahm es, setzte sich klitschnass auf eine Decke mit dem Bier in der anderen Hand und biss genüsslich in das gerettete Würstchen. Daraufhin sagte er: „Hm! Leicht angebrannt, aber geht noch.“. Alle anderen brachen in schallendes Gelächter aus. Was eine heldenhafte Rettungsaktion eines einsamen Würstchens auf dem Rhein und das ohne sein Bier zu verlieren. Dies wurde einer der tollsten Abende, die ich bis jetzt erlebt habe. Aber ich bin mir sicher – Köln hat noch weitere Abenteuer für uns auf Lager!