Es ist zwar eine Großstadt, aber irgendwie ist es auch ein Dorf.

  • 19. Januar 2017
Fabian ist 25 Jahre alt und Geburtskölner. In Nippes kam er zur Welt und vor vier Jahren zog er nach Ehrenfeld. Für ihn sind Nippes und Ehrenfeld noch „urkölsch“. Worauf er sich am meisten freut, wenn er über die Autobahn fährt, hat er uns im Interview erzählt.

Wieso bist du nach Ehrenfeld gezogen?
Naja. Zuerst einmal ist die Nähe zu meinen Eltern da. Ich hab‘s nicht weit für Wäschewaschen und gelegentlich Essen. Doch auch sonst ist es ein schönes Viertel. Man hat da eigentlich alles was man braucht. Es ist nicht so groß und voll wie die Innenstadt. Dafür ist es viel persönlicher. Also da hast du noch Leute, die schon immer in Köln wohnen. Ich mag’s nicht so, wenn du so viele Zugezogene dabei hast wie z.B. auf der Zülpicher Straße. In Ehrenfeld ist das noch nicht so. Da ist es noch etwas ursprünglicher. Das find ich eigentlich ganz nett. Also nichts gegen Zugezogene… (lacht)

Geht die Entwicklung nicht dahin, dass ganz viele ins „hippe Szeneviertel“ Ehrenfeld ziehen wollen und ziehen?
Da habt ihr Recht. Das sieht man auch, aber das find ich auch nicht schlimm. So war das auch gar nicht gemeint. Ehrenfeld ist einfach noch „kölscher“. Nippes ja zum Beispiel auch! Das sind noch so die letzten zwei Viertel, die noch so ordentlich, richtig kölsch sind.

Und das sind deine Lieblingsviertel?
Auf jeden Fall!

Was macht Köln für dich besonders?
Es ist zwar eine Großstadt, aber irgendwie ist es auch ein Dorf. Du kennst ja fast jeden und deswegen triffst du immer wieder auf bekannte Gesichter. Geh doch einmal durch das belgische Viertel und bis zum Friesenplatz – da hast du mindestens einen Bekannten getroffen. Also so ungefähr. Meine Kollegen, die nicht aus Köln kommen, erzählen auch immer, dass in Köln einfach alle total offen sind. Das sehe ich auch so! Du kannst mit jedem problemlos quatschen. Keiner guckt dich komisch an, wenn du mal was fragst. Jeder ist hilfsbereit. Das zusammen macht Köln für mich aus.

Welcher Ort bedeutet für dich „Köln“?
Welcher Ort wohl? Der Kölner Dom natürlich. Also ich weiß nicht. Der Dom ist einfach Köln. Da freut man sich immer, wenn man von der Autobahn kommt und den Dom sieht. Oder wenn man gerade über die Hohenzollernbrücke mit dem Zug reinfährt und dann den Dom sieht. Das ist immer schön.

Welche Emotion fällt dir ein, wenn du an Köln denkst?
Heimat! Es ist einfach nur Heimat. Am liebsten würde ich für immer hier bleiben.