Es war der zweite Blick – aber der reicht für die Ewigkeit

  • 7. Februar 2017
Ingeborg ist 67 Jahre alt und genießt inzwischen ihr Rentnerdasein. Sie wohnt seit Oktober 1982 in Deutz und kommt gebürtig aus Hessen. Sie und ihr Mann sind aus beruflichen Gründen nach Köln gezogen – ein Schritt, den die beiden niemals bereut haben.

Warum mögen Sie Köln?
Weil es einfach eine bunte und offene Stadt ist. Man muss die Kölner kennenlernen, schließlich findet man hier unheimlich schnell Kontakt. Und am nächsten Tag sagt man sich noch guten Tag, kann den anderen aber nicht mehr zuordnen. Also es dauert schon ein bisschen, bis man hier echte Freundschaften findet, aber wenn, dann ist es auch wirklich was für’s Leben, muss ich ganz ehrlich sagen. Die Erfahrung haben wir hier selbst oft genug gemacht.

Wieso ging es damals für Sie nach Deutz und was gefällt Ihnen an dem Viertel?
Deutz mag ich, weil es einfach Flair hat. Mit allem Drum und Dran. Wir sind die Schäl Sick und hier geht einem das Herz auf. Man sieht von hier aus den Dom und die Altstadt, das ist einfach wunderbar. Ich wohne sehr gerne in Deutz und würde hier auch nicht wegziehen wollen. Hier möchte ich immer bleiben.

Im Vergleich zu anderen Großstädten – was macht Köln für Sie besonders?
Dieses Bunte und die extreme Lebensfreude findet man nicht in vielen Städten, wenn überhaupt irgendwo anders. Ich selber bin sehr weltoffen und bin glücklich, mit Köln eine Stadt gefunden zu haben, die das auch ist. Mag sein, dass andere Leute auch andere Städte lieber mögen, aber für mich ist Köln unvergleichlich.

Welcher Ort macht Köln für Sie aus?
Also ganz Deutz auf jeden Fall. Aber natürlich auch der Dom, alle Museen und auch alle Kirchen in Köln, weil die wirklich sehr schön sind. Dieses Ganze, also alles zusammen betrachtet, das macht Köln schon aus und für mich besonders.

Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis hier in Köln?
Das ist für mich ganz klar: dass hier unsere Kinder geboren sind. Das ist für mich sowieso das allerschönste Erlebnis. Und da freu ich mich auch, dass die hier geboren wurden und nicht woanders.

Wenn Sie an Köln denken, was fällt Ihnen da als erstes ein?
Der Dom und der Rhein. Das sind die Wahrzeichen von Köln und das ist meine Liebe. Ich geh so oft unten am Rhein spazieren und schaue dabei immer gerne auf den Dom. Das ist einfach wunderschön.

Welches Gefühl verbinden Sie mit Köln?

Liebe. Das kann man gar nicht erklären… das ist genau das, wenn ich jetzt im Flugzeug sitze und wegfliege und wenn man dann zurückkommt, weiß man, sobald man die Domspitzen sieht: Ich bin daheim. Das ist, als würde man jemanden neu kennenlernen und verliebt sich direkt auf den ersten Blick. Auch, wenn es bei mir erst der zweite Blick war, aber der reicht für die Ewigkeit.