Kalk ist kulinarisch und kulturell etwas Besonderes

  • 2. Februar 2017
Christian ist 23 Jahre alt, arbeitet als Industriekaufmann und wohnt seit 2013 in Köln-Kalk. Wieso die Frohnatur ausgerechnet hierher gezogen ist und was sie an Köln so mag, lest selbst:

Warum magst du Köln?
Gar keine so leichte Frage… ich finde es gibt viele schöne Städte. Aber Köln hat mich das erste Mal in seinen Bann gezogen, da war ich mit sieben Jahren bei meiner Patentante zum Rosenmontagszug. Nach meinem Abitur hat sich dann hier jobtechnisch etwas angeboten und so bin ich hergezogen. Am meisten mag ich an Köln auf jeden Fall die Atmosphäre und die offene, rheinische Art der Menschen.

Jetzt wohnst du in Kalk, das nicht immer den besten Ruf genießt – aber was magst du an deinem Veedel?
Ich bin ganz ehrlich, eigentlich ist mir zunächst davon abgeraten worden, nach Kalk zu ziehen. Aber ich fand es dadurch eher noch interessanter und habe mir gedacht, das muss ich mir mal angucken. Und jetzt wohne ich schon seit drei Jahren hier. Es gibt auch so viele kleine Läden, in denen man ziemlich geile Lebensmittel und richtig cooles Essen kaufen kann, das gefällt mir schon super gut. Kalk ist kulinarisch und kulturell auf jeden Fall etwas Besonderes. Hier laufen auch ganz viele verschiedene Menschen rum und auch, wenn ich oft darauf angesprochen werde, dass es hier ja so  kriminell sein soll, habe ich das noch nicht wirklich mitbekommen. Außer einmal, da war an einem Samstag ein Kaufhausdieb in den Köln Arcaden, aber das passiert doch bestimmt in anderen Vierteln genauso. Also ich fühl mich in Kalk gut aufgehoben und es ist super zentral, man ist schnell in der Stadt und ich komme mit den Menschen hier bestens zurecht.

Was macht Köln für dich besonders im Vergleich zu anderen Großstädten?
Köln hat natürlich als Wahrzeichen den Kölner Dom. Und auch, wenn ich selbst nicht besonders gläubig bin, ist das schon immer ein spezieller Moment, wenn man über die Deutzer Brücke fährt und den Dom sieht. Das ist immer ein Stück Zuhause. Der Karneval gehört für mich genauso zu Köln dazu und ich finde die Zeit einfach herrlich. Wenn die Leute ab November in ihren Kostümen über die Straße laufen und auf dem Weg zur Sitzung sind, dafür würde man in jeder anderen Stadt komisch angeguckt werden. Hier ist das völlig in Ordnung, jeder kann das tun und lassen, worauf er Bock hat und das ist eben in anderen Städten nicht so.

Welcher Ort macht Köln für dich aus?
Ich finde die Flora verdammt schön. Ich liebe das alte Gelände und die vielen verschiedenen botanischen Häuser – das ist ein ziemlich besonderer Ort für mich. Der Dom und die Domplatte aber auch, einfach wegen der Historie. Und ansonsten gibt es auch echt nichts Besseres, als mit einem leckeren Getränk und ein paar netten Leuten unten an den Rheinterrassen zu sitzen.

Was war bisher dein schönstes Erlebnis hier in Köln?
Besonders schön finde ich wirklich jedes Jahr auf’s Neue die Karnevalszeit. Ein anderes cooles Erlebnis war auf jeden Fall, die Fußball-WM 2014 in der Stadt mitzuerleben – hier war so eine geile Stimmung! Da standen wir alle auf der Zülpicher Straße, es herrschte kompletter Ausnahmezustand, der Mercedes von meinem Kumpel, den er da geparkt hatte, war danach komplett demoliert, aber dafür war es eine fette Party mit super Atmosphäre!

Wenn du an Köln denkst, was fällt dir da als erstes ein?
Et jitt kei Wood, dat saache künnt, wat ich föhl, wenn ich an Kölle denk!

Welches Gefühl verbindest du mit Köln?
Köln ist für mich die Stadt, die mich aus meiner ehemaligen Heimat rausgerissen hat, aber die mich eben auch angenommen hat und in der ich mich super wohl fühle. Ich bin hier angekommen und fühle mich heimisch. Köln bedeutet für mich auch ein Gefühl von Freiheit.