Köln ist eine Metropole, eine Weltstadt!

  • 6. März 2017
Patrick ist 25 Jahre alt, derzeit nur Wochenendkölner, da er als Außendienstler beruflich in Karlsruhe tätig ist. Über die Distanz vermisst er Köln, den Effzeh und den rheinischen Frohsinn.

Welches Viertel ist das Schönste bzw. zeichnet Köln aus?
Müngersdorf, weil dort das Stadion steht und damit auch mein zweites Wohnzimmer. Und die Altstadt mit ihren kleinen Gässchen, die für mich die Tradition und Verspieltheit Kölns wiederspiegelt. Gerade die vielen Kneipen sorgen für ein uriges Feeling und die Nähe zum Dom ist super. Ich habe also mehrere Lieblingsviertel (lacht).

Was ist das schönste oder schlimmste Erlebnis, das du mit Köln verbindest?
Das schönste Ereignis ist für mich jedes Jahr der 11.11., wenn wieder dat Trömmelsche jeid, die fünfte Jahreszeit beginnt und alle Jecken also den Kölner Straßenkarneval einleiten. Aber ich verbinde auch Trauriges mit der Stadt. Das schlimmste Erlebnis war der letzte Abstieg vom FC in die zweite Liga, bei dem ich live dabei war.

Das heißt der FC spielt eine wichtige Rolle, aber was verbindest du noch mit Köln?
Als erstes muss ich natürlich an den 1. FC Köln und den Kölner Karneval denken. Und an das Lied „Stääne“ von den Klüngelköpp, das für mich perfekt die besondere Liebe und Verbundenheit zur Stadt ausdrückt. Egal wo man ist, man fühlt sich immer von der Stadt angezogen. Und somit verbinde ich mit Köln vor allen Dingen Heimat(liebe) und Offenheit.

Welcher Ort zeichnet für dich Köln aus?
Tatsächlich muss ich da an den Gang im Früh-Brauhaus und die vorbeirennenden Köbes denken. Dieser Ort mit seinen vielen Menschen und dem Tumult um einen rum, dazu die offene und manchmal spitze Art der Köbes, ist für mich symbolisch für Köln – und gleichzeitig einer der schönsten Orte.

Was zeichnet Köln aus?
Köln ist eine Metropole, eine Weltstadt. Um nicht sogar zu sagen, die schönste Stadt der Welt. Hier ist eine Offenheit und Wärme in der Stadt und bei den Menschen zu spüren, die einmalig ist. Wenn man beispielsweise alleine rausgeht und sich in die Kneipe setzt und zwei, drei Bier trinkt, geht man in der Regel nicht wieder alleine raus. Man trifft immer wieder auf neue Gesichter. So entstehen Freundschaften, oder man hat zumindest eine nette Geselligkeit für den Abend. Diese Offenheit wird jedem entgegengebracht. Anderen Religionen, anderen Kulturen, anderen Hautfarben – das spielt gar keine Rolle.  Und steht für die Welt- und Kulturoffenheit der Stadt und ihrer Menschen. Das verstehe ich als das Kölsche Jeföhl. Wozu aber auch das Kölsche Grundgesetz und ganz besonders die Sätze „Et hätt noch immer jot jejange“ und „Et kütt wie et kütt“ gehören. Der Kölner lässt sich also nicht unterkriegen, verzagt nicht und hat auch keine Angst vor der Zukunft – egal was da kommen mag. Man lernt aus der Vergangenheit und jammert nicht über die Veränderungen. Dadurch ist man weltoffen und gastfreundlich – man freut sich auf neue Dinge und gibt sich dem Schicksal in gewisser Weise hin.

Ist diese Offenheit und Toleranz auch der größte Unterschied zu anderen Städten, oder was ist es?
Den Unterschied zu anderen Städten sehe ich momentan sehr deutlich. Berufsbedingt lebe ich zurzeit in Karlsruhe, wo die Menschen nicht unbedingt verklemmter oder verschlossener sind, aber sie wirken auf einen Rheinländer erstmal so. Sie scheinen distanzierter, beobachtender zu sein. Es dauert erstmal mit ihnen „warm“ zu werden. Und teilweise stößt man mit seiner rheinischen Offenheit und Geselligkeit etwas an, weil das hier was Ungewohntes ist.

Was fällt dir als erstes ein, wenn du an Köln denkst?
Heimat! Und lecker Bier, Geselligkeit, ganz viel Humor, Freude und Spaß am Leben.