Köln ist einfach meine Stadt!

  • 11. Februar 2017
Lina hat sizilianische Wurzeln, ist 36 Jahre alt und arbeitet als pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte in einer Kalker Apotheke. Sie wohnt inzwischen in Gremberg und ist in Köln-Kalk geboren und aufgewachsen. Doch für welchen Stadtteil schlägt ihr Herz mehr?

Warum magst du Köln?
Köln ist einfach meine Stadt. Hier bin ich zuhause, hier fühle ich mich wohl. Ich würde freiwillig auch niemals aus Köln wegziehen.

Warum magst du Kalk und Gremberg?
Ich muss leider feststellen, dass es mit Kalk meiner Meinung nach in den letzten Jahren eher bergab ging. Da ich dort geboren bin, habe ich  das ja auch alles sozusagen miterlebt. Aber an Gremberg, wo ich jetzt wohne, mag ich gerne, dass es so ruhig ist. Besonders für ältere Menschen ist es dort sehr schön, weil es einfach eine sichere Gegend ist. Trotzdem kommt man noch schnell überall hin und hat auch vor Ort sehr viele Einkaufsmöglichkeiten.

Was macht Köln für dich im Vergleich zu anderen Großstädten besonders?
Wir haben den Dom! Das ist auch jedes Mal auf’s Neue super sehenswert, wenn ich Besuch habe, der nicht aus Köln kommt und zur Stadtführerin werde. Teile meiner Familie kommen auch aus dem Ausland, die schleppe ich dann immer als Erstes zum Dom. Aber auch die Schildergasse und die Hohe Straße sind immer einen Besuch wert. Daran kommt keiner vorbei, der mich hier besuchen möchte. Köln ist einfach multikulturell und das gefällt mir sehr gut.

Welcher Ort macht Köln für dich aus?
Eigentlich die gesamte Innenstadt. Alles, was so um den Dom herum liegt, zeichnet Köln in meinen Augen aus. Vor 20 Jahren war es vielleicht noch ein bisschen mehr die Altstadt, aber das würde ich heute auch nicht mehr sagen. Obwohl ich hier geboren wurde, ist es immer noch etwas Besonderes und Bemerkenswertes, wenn man vor dem Dom steht. Das wird sich, glaube ich, auch nicht mehr ändern.

Was war bisher dein schönstes Erlebnis hier in Köln?
Ich hab meinen Mann in Köln kennengelernt. Der kam vor vier Jahren hier in Kalk in die Apotheke in der ich arbeite. Für ihn war es wohl Liebe auf den ersten Blick, für mich erst auf den Zweiten. Aber jetzt sind wir glücklich verheiratet und haben ein Kind. Das ist auf jeden Fall das Schönste, was ich persönlich mit Köln verbinde.

Und hast du hier auch schon etwas nicht so schönes erlebt?
Ja, auch hier in der Apotheke. Es passiert leider immer mal wieder, dass man Kunden hat, die aufmüpfig oder frech werden. Die muss man dann auch mal in ihre Schranken weisen. Hier war einmal ein italienischer Kunde, der zuerst sein Gebiss rausholte um mir was zu zeigen, was schon an sich keine sonderlich schöne Situation war. Aber dann hat er angefangen sich über unsere Preise zu beschweren und sagte, dass es in einer anderen Apotheke günstiger sei. Ich habe ihm dann vorgeschlagen, in die andere Apotheke zu gehen. Daraufhin hat er mich auf italienisch angepöbelt und ich habe ihn auf sizilianisch ermahnt, er solle so nicht mit mir sprechen und bin dabei auch etwas lauter geworden. Was mir in dem Moment allerdings nicht klar war, war, dass noch drei weitere Italiener in der Apotheke standen, die alles mitbekommen hatten und das natürlich auch nicht so gut fanden. Das war schon eine sehr unangenehme und unschöne Situation. Doch der Kunde kam trotzdem am nächsten Tag wieder, so sind die Kölner eben.

Wenn Du an Köln denkst, was fällt dir da als erstes ein?
Der Dom. Und als zweites Kalk. Das ist der Stadtteil in dem ich zuhause bin, den kenne ich besser als jeden anderen Stadtteil von Köln.

Welches Gefühl verbindest du mit Köln?
Ein schönes Gefühl. Ich bin froh, dass ich hier geboren wurde und nicht wo anders. Ich bin froh, dass meine Eltern damals hierher gekommen sind als sie ausgewandert sind.