Köln ist meine Zuflucht!

  • 14. Januar 2017
Manuel ist 27 Jahre jung, kommt eigentlich aus Bonn und wohnt nun seit gut einem Jahr in Köln. Als leidenschaftlicher Fußballer war er ganz begeistert, dass er durch den Sport direkt Anschluss finden konnte, was sich in anderen Städten etwas schwieriger darstellt…

Hey! Wer bist denn du?
Ich bin Manuel, 27 Jahre jung und Anfang 2016 nach meinem Master erst nach Deutz und Mitte des Jahres dann in die Südstadt in eine dreier WG mit zwei Mädels gezogen und bin da wohlbehütet und gut aufgehoben.

Was gefällt dir denn in der Südstadt besonders gut?
Wenn ich das mal so einfach sagen könnte… Also ich wohne direkt am Volksgarten. Das gefällt mir natürlich sehr! Man hat dadurch ein bisschen Natur direkt vor der Tür. Ich komme eher aus dem Ländlichen, auch wenn das nicht so weit weg ist. Und so ein kleines bisschen habe ich durch den Volksgarten das „ländlichere Gefühl“ auch hier in der Großstadt. Man hat es hier noch grün, aber man ist trotzdem innerhalb von 5 Minuten in der Innenstadt.

Und an Köln?
Für mich ist es ein bisschen Heimat. Die ursprüngliche Heimat ist zwar Bonn, aber nach dem Studium habe ich mir gedacht, dass Bonn ein bisschen zu klein für mich sei und bin dann nach Köln gekommen. Das Rheinland hat halt eine Mentalität für sich, bei der man sehr schnell willkommen geheißen wird. Ich war schon in vielen Städten, zum Beispiel Berlin oder München… Das hat mir gar nicht gefallen. Die sind meist alle sehr oberflächlich, womit sie sich stark von Kölnern oder Rheinländern unterscheiden.

Ist dir in Köln mal was besonders Schönes passiert?
Was ich an Köln so positiv finde, sind die Bekanntschaften, die eben nicht so flüchtig sind. Mal so als Beispiel: Ich habe mich über zwei Ecken in eine Fußballgruppe reingemogelt. In anderen Städten habe ich das auch versucht, weil man dadurch ja eigentlich immer Anschluss findet. Aber außerhalb von Köln war das immer relativ schwierig und hier wurde ich sofort aufgenommen. Ich spiele zwei Mal die Woche für eineinhalb Stunden mit Leuten Fußball, die ich vorher überhaupt nicht kannte und mittlerweile sind das alles Freunde geworden. Das ist einfach genial.

Hast du einen Lieblingsort in Köln?
Auf der Deutzer Seite – also auf der Schäl Sick – mag ich den neuen Rheinboulevard. Im Winter ist es zwar relativ ungemütlich, aber wenn man sich im Frühjahr, Sommer oder Herbst den Sonnenuntergang anschaut, während einem die Sonne ins Gesicht scheint, dann ist das schon sehr geil!

Wenn du Köln mit einem Gefühl beschreiben musst, was wäre das?
Zuflucht! Ich meine, man muss das so sehen: die eigentliche Heimat ist ja bei mir nur 25 Kilometer entfernt, aber man hat halt hier einen Ort, der mir irgendwie ein Stück Heimat wiedergibt, obwohl es ursprünglich nicht die Heimat ist. Und von daher fühl ich mich hier zwar zuhause, aber es ist eher ein Zufluchtsort – das ist natürlich vollkommen positiv gemeint.