Kölner Lichter: Vor dem großen Knall

  • 14. Juli 2017
Alle Jahre wieder – seit inzwischen 17 Jahren freuen sich alle Kölnerinnen und Kölner auf das Feuerweksspektakel auf dem Rhein. Ein Pflichttermin in jedem Kölner Kalender, den sich die Zuschauer viele Wochen im Voraus freihalten und diesen Tag mit Freunden planen.

Uns wurde vom Veranstalter weco Feuerwerk in diesem Jahr ein ganz besonderer Blick hinter die Kulissen für die Vorbereitungen der Kölner Lichter ermöglicht, das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Die Colombia wird jedes Jahr aufs Neue aus Holland nach Köln gebracht, zwei zusammengebaute Schiffe, die sich zum Transport von Gefahrgut eignen. Eine besondere Art von Gefahrgut: insgesamt 1,2 Tonnen Pyrotechnik wurden in den letzten zweieinhalb Tagen von den 50 weco-Mitarbeitern unter der Leitung von Chefpyrotechniker Georg Alef aufgebaut, gesichert und verkabelt. Neben dem Hauptfeuerwerk auf der Colombia gibt es in diesem Jahr noch sechs Nebenfeuerwerke, zu denen neben dem Höhen- und Rumpffeuerwerk auch spezielle Wassereffekte den Zuschauern am Rhein den Atem rauben.

Eine weitere Besonderheit in diesem Jahr wird die Musik. Aus über 1.200 Liedvorschlägen hat die Jury, bestehend aus Georg Alef, Sebastian Hässy (junge Sinfonie Köln) und Hannes Schöner (die Höhner), 21 Lieder ausgewählt, die vom WDR-Chor eingesungen wurden und während des Feuerwerks von allen Anwesenden mitgesungen werden sollen. „Am meisten freue ich mich auf das aller erste Lied ‚Der Himmel geht über allen auf‘. Darin finde ich so viel wieder, was ich mir selber auch Wünsche“, erklärt uns Pyro-Chef Alef. „Natürlich will jeder Feuerwerker glänzen und für viele Leute hat das mit dem besonderen ‚Bumms‘ zu tun. Je lauter desto besser. Das sehe ich etwas anders. Ich will den Leute eine Choreographie zeigen, die immer wieder neue Überraschungen bietet – genauso wie das Leben nunmal spielt.“, sagt er. Seine besondere Herausforderung in diesem Jahr ist die Lautstärke. Gerade weil die Zuschauer mitsingen sollen, darf das Feuerwerk nicht zu laut sein, da muss die Schwarzpulverladung entsprechend angepasst werden.

              Auf die Frage, welches Lied für Alef das aufwendigste war, verriet er uns ein kleines Geheimnis: „Angels war in diesem Jahr für mich am aufwendigsten, das ist ja auch unser Zwischenfinale. Dafür wird das Finale dann eher ruhig und bleibt vor allem in Gold gehalten.“

              Georg Alef und sein Team wollen, dass die Zuschauer jedes Jahr aufs neue die Musik durch ihr Feuerwerk fühlen können, indem sie mit Bildern, Formen und Farben umgeätzt wird. Und das alles sogar kostenlos: „Unser Firmensitz ist Köln so nah, dass können und wollen wir nicht abgeben. Auch ohne Bezahlung sind die Kölner Lichter uns jedes Jahr aufs Neue eine Herzensangelegenheit, mit der wir Köln eine Freude machen wollen.“

              Und wie jedes Jahr können wir es kaum erwarten, einen Wow-Moment nach dem nächsten zu erleben, uns über die anhaltende Gänsehaut zu freuen und unseren Rhein in den schönsten Farben erstrahlen zu sehen!

              Danke weco Feuerwerk und counterpart Group für die Einladung, die tollen Gespräche und spannenden Einblicke.