Pures Glück, ein bisschen Nostalgie und einfach nur Happiness

  • 19. Februar 2017
Franz wohnt in der Kölner Innenstadt. Der gelernte Koch liebt es dort, weil immer etwas los ist. Uns hat der 33-Jährige von seinem schönsten Erlebnis in Köln erzählt und was dies mit Champagner auf einer Parkbank zu tun hat...

Vergleicht man die Städte Paris und Köln miteinander, so scheinen diese auf den ersten Blick einige Gemeinsamkeiten zu haben. In Paris steht die Kathedrale Notre Dame und in Köln der Dom. Paris hat die Seine und Köln den Rhein. Der Eifelturm in Paris überragt den Kölnturm im Mediapark nur in wenigen Punkten, doch die beiden Metropolen verbindet noch etwas anderes: die Liebe.
Franz kommt ursprünglich aus der Vorstadt von Paris und wohnt seit 2006 in Köln. Der gelernte Koch liebt seine neue Heimat allein der Menschen wegen und trotzdem kommt er oft nicht drum herum, sie mit seiner alten Heimat zu vergleichen: „Köln bedeutet für mich ‚Easy Life’ und ist eine Stadt mit äußerst kontaktfreudigen Menschen. Gemessen an den Äußerlichkeiten gibt es sicherlich schönere Städte, wobei der Dom einiges raushaut.“
Aber es sind ja bekanntlich die inneren Werte, die zählen – auch bei der Wahl der neuen Heimat. Denn obwohl Köln für Franz nicht so hübsch ist wie Paris, hat die Stadt trotzdem das gewisse Etwas: den Charme, der sie umgibt. Nicht umsonst sagt Franz über die Domstadt fast schon ein wenig verträumt: „Für mich bedeutet Köln pures Glück, ein bisschen Nostalgie und einfach nur Happiness.“
Er genießt es hier zu wohnen und in der Südstadt unterwegs zu sein. Sie verspricht nicht nur Trubel, sie sorgt auch für etwas anderes: „Mein Kühlschrank muss nie voll sein, ich kann abends rausgehen und etwas essen“, sagt er lachend, wobei er ironisch klingt. Als gelernter Koch sollte die Zubereitung einer Mahlzeit doch schließlich ein Kinderspiel sein. Oder hat er sich etwa schon so an die Bequemlichkeit einer Großstadt gewöhnt? Auf die Frage antwortet er nur mit einem Lächeln und zuckt mit den Schultern.
In Sachen Romantik lässt sich Franz, ganz typisch für einen Franzosen, nichts einreden. Von seinem schönsten Erlebnis in Köln schwärmt er regelrecht und lässt uns teilhaben an der Anekdote zwischen Skurrilität und gleichzeitiger Romantik: „Ich habe mal meine Exfreundin überrascht und habe sie ausgeführt zu einer Parkbank. Auf der haben wir dann Champagner aus Pappbechern getrunken. Das war echt ein schönes Erlebnis, aber gleichzeitig auch echt skurril“, schwärmt er begeistert. So hat er sich ein wenig Paris nach Köln geholt. Vielleicht ist für das nächste Mal dann ein Kölsch in Paris angesagt?