Täglich schöne Blumen und hübsche Frauen

  • 24. Februar 2017
Hans-Georg ist 60 Jahre alt, betreibt eine Gärtnerei und ist mit seinen Stand auf verschiedenen Wochenmärkten in Köln anzutreffen. Im Interview verrät der Bedburger, warum er mit der kölschen Mentalität sympathisiert und welche Rolle die kölschen Frauen dabei spielen…

Warum mögen Sie denn Köln?
Köln hat Flair und die Rheinländer sind herzlich! Ich mag den Kölschen Klüngel. Wir verkaufen hier auf dem Markt unsere Blumen und leben deswegen auch von und mit den Kölnern. Obwohl ich eigentlich in Bedburg wohne, identifiziere ich mich mit den Kölnern, ich bin durch meinen Beruf auch mehr hier als in Bedburg.

Was finden Sie an dem Kölschen Klüngel gut?
Manche Dinge werden einfach auf dem kleinen Dienstweg geregelt. Das hat jetzt nichts mit Korruption zu tun! Das Leben hier läuft nach dem Motto: „Ein Mann, ein Wort“! Manche Dinge kann man einfach, grad hier auf dem Wochenmarkt, schnell mündlich klären.

Haben Sie einen Lieblingsort in Köln und wenn ja, was zeichnet ihn aus?
Meine Frau und ich sind gerne in Rodenkirchen, dort ist es schön. Ich bin aber auch genauso gerne in Chorweiler, weil man hier auch ein anderes Leben und eine andere Mentalität kennenlernt. Hier ist das Leben „Multikulti“. Ich glaube es gibt keine Nation der Welt, die hier nicht vertreten ist. Und mehr oder weniger kommen alle friedlich miteinander aus. Wenn es doch mal Stress gibt, dann wird hier eigentlich keiner handgreiflich, es werden eher Wortgefechte ausgeführt, aber sonst ist mir persönlich noch nie etwas Negatives aufgefallen.

Was ist das Besondere an den Kölnern?
Die Kölner sind offen, empfänglich für Neues, und sie sind sehr tolerant. Ich hab in Köln noch nie so ein engstirniges Verhalten erlebt, wie zum Beispiel in Westfahlen oder Süd-Deutschland.

Was für Gefühle verbinden Sie mit Köln?
Ich freue mich immer, wenn ich von Bedburg aus von der A4 komme und den Kölner Dom sehe, das ist einfach ein tolles Gefühl! Dann spielt der Effzeh hier eine große Rolle, die ganze Lebensart hier ist besonders! Die Restaurants in der Altstadt sind super, das sind auch viele Kunden von uns, mit denen wir ein herzliches Verhältnis pflegen. In Köln zu sein ist einfach ein gutes Gefühl!

Was ist für Sie typisch Kölsch?
Typisch Kölsch ist die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen. Typisch Kölsch ist zum Beispiel auch, dass man schnell beim „Du“ ist. Man wird schnell persönlich und ist „
gut Freund“ mit jedem. Reserviertheit gibt es hier nicht. Die Menschen sind einfach offen, das offene Herz für jeden, diese Toleranz, die ich eben schon erwähnt habe, egal wo du herkommst oder wie du aussiehst, prägt die kölsche Mentalität. Hier ist jeder gleich, das ist einfach so.

Zu guter Letzt: Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf hier auf dem Kölner Wochenmarkt besonders?
Ja also ich liebe meinen Beruf, ich bin Gärtner aus Leidenschaft. Ich hab den schönsten Beruf der Welt, sage ich immer! Ich hab täglich schöne Blumen und schöne Frauen von Köln
um mich herum, etwas Schöneres gibt es gar nicht. Und die Schönste
von allen hab ich! (lacht)