Tünnes und Schääl sind für uns wie das Kölner Stadtwappen!

  • 21. Februar 2017
Heinrich ist 56 Jahre alt und arbeitet als Würstchenverkäufer auf einem Flohmarkt in Weidenpesch. Der gebürtige Kölner genießt mittlerweile die Ruhe am Stadtrand, freut sich aber über den täglichen Trubel während der Arbeit. Im Interview verrät er, warum die Menschen in Köln so besonders sind.

Warum mögen Sie Köln?
Ich bin in Köln geboren, aufgewachsen und wohne schon mein ganzes Leben hier. Mittlerweile nicht mehr in Nippes, sondern am Rande, wo es etwas ruhiger ist. Aber zusammen mit meinem Bruder genieße ich immernoch regelmäßig den Trubel der Stadt.

Was bedeutet Köln für Sie?
Köln bedeutet für mich Heimat! Auch wenn ich sozusagen auf’s Land gezogen bin, komme immernoch für die Arbeit nach Köln. Das Flair von Nippes ist wirklich nett. Im Vergleich zu früher hat es natürlich etwas nachgelassen, da war es hier noch richtig traditionell kölsch, aber die Art der Menschen und der Zusammenhalt sind immer noch stark. Die Black Fööss haben mal ein Lied geschrieben „Drink doch ene met“ und das ist in Köln einfach immer noch so. Man geht in eine Kneipe, spricht zwei, drei Sätze miteinander und dann ist man dabei!

Was ist das Besondere an Köln? 
Die Menschen! Die sind herzlich und offen. Außerdem natürlich der Rhein und die ganze Atmosphäre in Köln. Ich bin hier einfach glücklich. Und die Hausmannskost in Köln ist auch gut! Wo kriegst du sonst „Himmel un Äd“ oder „ne halve Hahn“? (lacht) 

Was ist Ihr Lieblingsort hier in Köln?
Meine Lieblingsorte sind ganz klassisch der Dom und der Rhein! Ist ja auch etwas besonders, dass ein Fluss eine Stadt so in zwei Hälften teilt.

Was ist das Besondere an den Kölnern? 
Der Kölner an sich ist einfach gestrickt. Ich habe damals mal in Bonn und in Düsseldorf gearbeitet. Ist komisch, aber man merkt den Unterschied der Mentalitäten direkt. Die Menschen dort sind verhaltener und man braucht länger um warm zu werden.  Zum Beispiel, wenn man hier in Köln jemanden nach dem Weg fragt. Wenn der „Navigator“ gerade Zeit hat, dann fährt er einfach noch ein Stück mit, um sicherzugehen, dass Du dich jetzt nicht mehr verfährt. Wenn man woanders nach dem Weg fragt, dann bekommt man nur kurze, komplizierte Beschreibungen: „Drei Mal links, zwei Mal rechts, geradeaus, wieder links.“ Der Kölner sagt einfach: „Komm, fahr hinter mir her.“

Was ist für Sie typisch Kölsch? 
Die Geschichten über die kölschen Kriminellen der Vergangenheit. Früher gab es hier so eine kleine Unterwelt: „Dat Milieu“. Da gab es die „Schäfers Naas“ und die waren Cheffahrer vom „Platzhain“. Der hatte früher verschiedene Lokale, wie zum Beispiel die Bastei oder einige Lokale auf den Ringen. Und natürlich Tünnes und Schääl, die sind für uns wie das Kölner Wappen.